Inhalt
< vorheriger Artikel

Samariterbund fordert ein internationales Covid-19-Rettungspaket

Zum Internationalen Tag der Humanitären Hilfe am 19. August 2020 bündeln die NGOs auch in Österreich ihre Kräfte.


„Die ‚Corona-Krise‘ führt uns wieder einmal vor Augen, dass wir alle voneinander abhängig sind“, sagt Andreas Balog, Geschäftsleitung des Samariterbundes. „Die Auswirkungen der Pandemie stellen auch ein massives Wirtschafts- und Sicherheitsproblem dar, das wir nur gemeinsam bekämpfen können. Die Menschen in den Krisenregionen dieser Welt brauchen dringend unsere Hilfe. Die Gefahr von Ansteckungen ist in Entwicklungsländern aufgrund der oft schlechteren sanitären und hygienischen Lage viel höher. Es müssen zusätzliche Finanzmittel zur Verfügung gestellt werden. Diesen Menschen zu helfen, ist auch in unserem eigenen Interesse. Deshalb unterstützt auch der Samariterbund die Forderungen der österreichischen Dachorganisation für Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe, ‚Globale Verantwortung‘, damit ein international wirksames Covid-19-Rettungspaket geschnürt werden kann“, so Balog.

Der Samariterbund trägt mit humanitären Projekten – von Nahrungsmitteln bis zum Wiederaufbau – sowie mit strategischer Entwicklungshilfe zur Armutsminderung und nachhaltigen Entwicklung im Ausland bei. Wo Menschen in großer Armut leben und von Katastrophen und Konflikten betroffen sind, bietet der Samariterbund schnell und unbürokratisch wertvolle Hilfe und setzt Projekte kurzfristig in der Katastrophenhilfe und in der humanitären Hilfe sowie längerfristig in der Entwicklungszusammenarbeit um.

„Dem Samariterbund geht es in der Auslandshilfe vor allem darum, zu fragen, was die Menschen vor Ort wirklich brauchen. Dadurch stellen wir sicher, dass unsere Projekte eine nachhaltige Wirkung für die Betroffenen erzielen“, erklärt Barbara Schlichtinger, Projektleiterin für Humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit beim Samariterbund.

So sammelt der Samariterbund z.B. Spenden, um die Betreuung der Menschen im griechischen Camp Diavata weiterhin gewährleisten zu können. Besonders im Bereich der Hygiene besteht dort großer Bedarf an Unterstützung. Aus diesem Grund wurde auch wegen Covid-19 die Verteilung von Hygiene-Paketen beschlossen.

Oder Syrien: Dort hilft der Samariterbund vor Ort im Bildungsbereich. Gemeinsam mit dem lokalen Partner ADRA Syrien und mit Unterstützung von ADRA Österreich wurde ein Projekt entwickelt, dessen Ziel es ist, den Zugang zu Bildung zu verbessern. „Im Zuge des Projektes werden beschädigte Schulen saniert. Zusätzlich werden Hygiene-Kits an die SchülerInnen verteilt, um die Ausbreitung von Covid-19 einzuschränken“, so Schlichtinger.  

Seit der Gründung vor fast 100 Jahren erfüllt der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs seine soziale Mission: Die haupt- und ehrenamtlichen Samariterinnen und Samariter der Non-Profit-Organisation leisten für ältere Menschen, Kranke, Verletzte und in Not geratene Personen wichtige Hilfe von Mensch zu Mensch. Dabei wird der Samariterbund von mehr als 316.000 Mitgliedern und Förderern in ganz Österreich unterstützt. Bei der Erfüllung der vielfältigen Aufgaben sind fast 10.000 Haupt- und Ehrenamtliche sowie rund 2.000 Zivildiener im Einsatz.