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Weltgesundheitstag: Kenianische Frauen in ihren Rechten stärken

Der Samariterbund hilft mit nachhaltigen Projekten, die Frauen Bildung und Gesundheitsversorgung ermöglichen und ihnen den Zugang zu Trinkwasser sichern.


Der Samariterbund hilft Frauen und Mädchen in Ostafrika, wo Menschen als Halb-Nomaden und Viehzüchter leben. Wasser ist knapp und der Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung schwierig. Frauen und Mädchen sind besonders benachteiligt. In der Volksgruppe der Gabra sind beispielsweise Kinderheirat und die Beschneidung bei Mädchen immer noch verbreitet. Hier setzt der Samariterbund durch Bewusstseinsbildung an. In einem weiteren Projekt wird den Menschen durch Unterstützung bei der Bewässerung ihrer Felder und der Gründung von Spargruppen eine neue Perspektive gegeben.

"Wir bieten den Menschen Hilfe zur Selbsthilfe an. In unseren Projekten geht es um die Weitergabe von Know-how und Bewusstseinsbildung rund um das Thema Gesundheit. Besonders den Mädchen und Frauen vor Ort möchten wir den Rücken stärken", so Reinhard Hundsmüller, ASBÖ-Bundesgeschäftsführer. Der Samariterbund hat in Wien im Rahmen der VHS-Reihe Menschenrechte eine interessante und sehr gut besuchte Veranstaltung zum Thema Frauenrechte in Kenia organisiert. Es moderierte die bekannte Buchautorin und Journalistin Livia Klingl. Die Leiterin des Projekts in Kenia, Gumato Ukur Yatani, reiste für diese Veranstaltung nach Österreich. Sie führt in ihrer Heimat gemeinsam mit lokalen Autoritäten einen Änderungsprozess herbei. Das funktioniert nur durch Aufklärung, Bewusstseinsbildung und stetige Gespräche. Die Heirat einer Tochter bedeutet für die Eltern an den Brautpreis zu kommen. Den Mädchen wird so aber die Chance auf Bildung und ein eigenständiges Leben genommen. Nun gibt es Vorträge an Schulen, Trainings für Frauengruppen, Lehrerinnen und Lehrer und auch für Hebammen sowie Gespräche mit politischen und religiösen Würdenträgern. Die Beschneidung, obwohl gesetzlich verboten, ist ein weit verbreiteter Brauch, der für die Frauen mit großen gesundheitlichen Problemen verbunden ist. Das will der Samariterbund gemeinsam mit dem lokalen Projektpartner KNEF verhindern. Schlüsselfiguren wie ein muslimischer Shek und auch ein katholischer Priester haben sich bereits ganz klar dafür ausgesprochen, diese Praktik zu beenden.

Der Samariterbund engagiert sich bereits seit der Dürre 2011 im nördlichen Kenia und dem angrenzenden Äthiopien. Es wurde Nahrungsmittelhilfe geleistet, um akutes Leid zu lindern. Darauf folgte ein von "Nachbar in Not" finanziertes grenzübergreifendes Katastrophenvorsorge-Projekt. Es geht darum, die Familien vor einer künftigen Dürre zu schützen und ihre Lebensgrundlagen langfristig zu verbessern. Dank dieses Projekts befinden sich nun Wasserleitungen, Wassertanks und Viehtränken auch in entlegenen Dörfern. Mit lokalen Partnern wurden Trainings für die Aufbereitung des Weidelands organisiert und Materialien bereitgestellt. Es konnten große Gebiete wieder nutzbar gemacht werden. Gleichzeitig haben die Frauen Spargruppen gebildet: Monatlich zahlt jedes Mitglied einen Betrag ein und kann einen Kredit aus dem Sparguthaben aufnehmen, um beispielsweise Saatgut zu kaufen.

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Spendenkonto:
IBAN: AT97 12000 006 5412 2001
BIC: BKAUATWW
Kennwort: Kenia

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