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Wiederaufbau am Balkan: Samariterbund hilft rund 650 Familien beim Start in ein neues Leben

Hilfe nach der Hilfe. - Der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs setzt nach der Aktion "Fluthilfe" längerfristige Hilfsaktionen zum Wiederaufbau in Bosnien-Herzegowina und Serbien um.


Der ASBÖ präsentierte die Projekte in einer Pressekonferenz.

Rund 1.400 Tonnen Hilfsgüter sind bisher im Rahmen der „Fluthilfe“ des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs in die Krisengebiete nach Bosnien-Herzegowina und Serbien gebracht worden. Nun soll die zerstörte Infrastruktur wieder aufgebaut werden. Zwei nachhaltige Projekte werden mit Geldern von „Nachbar in Not“ und von der Stadt Wien umgesetzt. Partner-Organisationen sind Pomozi.ba in Bosnien-Herzegowina und IDC, Mitgliedsorganisation des Samariter-Netzwerks in Serbien. In Zusammenarbeit mit beiden NGOs wurden bereits im Rahmen der akuten „Fluthilfe“ des ASBÖ Hilfsgüter in den überfluteten Dörfern verteilt.

„Die Solidarität der Menschen in Österreich wie auch in den Ländern am Balkan ist unglaublich groß. Ich freue mich über die vielen Spenden, die Unterstützung von öffentlicher Hand und die Hilfe von Unternehmen. Das hilft den Menschen beim Wiederaufbau ihrer Existenz “, so Franz Schnabl, Präsident des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs.

Verschiedene Ethnien rücken näher zusammen und helfen einander

Rund 300 Familien werden derzeit in Maglaj und Šamac in Bosnien-Herzegowina in einem Soforthilfeprojekt, finanziert durch die Stadt Wien, unterstützt: Nach dem Rückgang des Hochwassers wurden Wasser und Schlamm aus den Häusern und Wohnungen gepumpt. Neben der Entsorgung von Möbeln und Wohnraumausstattung werden die Wohnungen und Häuser grundgereinigt, desinfiziert und getrocknet. Darko Markovic, Projektkoordinator: „Die Häuser werden mit Schaufeln und Hochdruckreinigern des Samariterbund-Projekts vom Schmutz befreit. Täglich arbeiten rund 150 Freiwillige, die Pomozi.ba organisiert, in der Stadt. Die Helferinnen und Helfer gehören verschiedenen Ethnien an. Bosnier, Serben, Kroaten - alle rücken näher zusammen und leisten einander Nachbarschaftshilfe.“

Familien, die von der Landwirtschaft leben, bekommen Starthilfe

In der Gemeinde Ljig in der Region von Šumadija in Westserbien wurden rund 1.100 ha Ackerland überflutet. Durch das von „Nachbar in Not“ finanzierte Projekt wird unmittelbare Soforthilfe geleistet: Viehfutter und Saatgut wird verteilt, Gewächshäuser werden wieder aufgebaut, um die schwer in Mitleidenschaft gezogene Landwirtschaft wieder anzukurbeln. Landwirtschaftliche ExpertInnen entnehmen Bodenproben, durch spezielle Mikroorganismen und Mineralstoffe wird der Boden wieder bebaubar gemacht. Jelena Damljanović, Projektkoordinatorin von IDC Serbien: „Als wir in Ljig waren, um Hilfspakete aus der Fluthilfe zu verteilen, haben wir ein älteres Paar mit Bauernhof  kennen

gelernt. Die Familie lebte vor dem Hochwasser von der Landwirtschaft und hat durch einen Erdrutsch alles verloren. Es ist wichtig, jetzt zu helfen! Wir können nun Pakete mit Setzlingen, Tierfutter oder Werkzeug an 350 Familien verteilen, damit unterstützen wir rund 1.400 Menschen in der Region beim Start in ein neues Leben.

Danke für Ihre Spende!
Arbeiter Samariter Bund Österreichs
IBAN: AT97 1200 0006 5412 2001
BIC: BKAUATWW
Kennwort: Fluthilfe Balkan