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Sauberes Wasser für Schulkinder

Fast ein Jahr nach dem verheerenden Taifun hatten viele Schulkinder auf den Philippinen kein sauberes Trinkwasser. Der Samariterbund hat deshalb ein Projekt für 4.000 Volksschüler umgesetzt. Wasserexperte Martin Janda war vor Ort in Leyte.


Fast zwei Jahre nach dem verheerenden Taifun Haiyan auf den Philippinen sind die Aufräumarbeiten noch im Gange. Die Provinz Leyte ist eine der am stärksten betroffenen Gebiete. Der Samariterbund hilft nun gemeinsam mit der PATH Foundation, die Wasserversorgung für rund 4.000 Schulkinder wieder herzustellen. „Wir haben Wassertanks und Handwaschbecken für 10 Volksschulen gebaut, damit die Schülerinnen und Schüler wieder Zugang zu sauberem Wasser haben. Außerdem verteilen wir WADIs zur solaren Wasserdesinfektion“, so Wasserexperte Martin Janda, der vor kurzem nach Alangalang gereist ist.

Vier Schulen haben Sandfilter bekommen, weitere 215 WADIs wurden verteilt. Das kleine Gerät wird an PET-Flaschen angebracht und zeigt an, wann das Wasser durch Sonneneinstrahlung trinkbar ist. „Langsamsandfilter sind auch bei der Wasseraufbereitung eine gängige Technik. Der Vorteil ist auch, dass die Filter für die Menschen vor Ort einfach zu handhaben sind“, so Martin Janda weiter. Zusätzlich wurde mit SchülerInnen und LehrerInnen „WASH-Klubs“ gegründet, um Wissen über Wasseraufbereitung, Hygiene und Händewaschen weiterzugeben.

Eine der acht WASH-Klubmitglieder pro Schule ist die 11-jährige Francine Ilaya. „Das Mädchen möchte Köchin in einem Restaurant werden und vorher eine Hotelfachschule abschließen.  Sauberkeit und Hygiene ist hier natürlich oberstes Gebot und so profitiert sie durch  das Projekt“, freut sich Martin Janda. Sauberes Trinkwasser ist auf den Philippinen keine Selbstverständlichkeit. Der Taifun hat 2013 viel Infrastruktur zerstört, eine geregelte Abwasser-Entsorgung gibt es nicht. Die neu installierten Sandfilter entfernen nun Krankheitserreger aus dem Wasser der Schulen.

„Schüler und Lehrer sind von unserem Projekt begeistert“, schildert Martin Janda: „Unser Projekt hat ein Jahr nach dem Taifun eine Lücke gefüllt. Beispielsweise hatten einige Schulen zwar Handwaschbecken, aber keinen funktionierenden Wasseranschluss.“ Die Wirtschaft und das soziale Leben sind seit der verheerenden Katastrophe wieder angelaufen. Martin Janda „Unser Ziel war, die Situation noch besser zu machen als sie vor dem Taifun war. Ich bin stolz, dass uns das gelungen ist.“