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Martina Vitek-Neumayer

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Auftrag für Alkolocks geht an Samariterbund

Ab September bietet der ASBÖ mit einer Wegfahrsperre eine freiwillige Alternative zum Führerscheinentzug nach Alkohol am Steuer


Der Samariterbund hat nach einer Ausschreibung des Verkehrsministeriums den Zuschlag für die Betreuung des Alkolock-Pilotprojekts bekommen. Ab September startet die fünf Jahre dauernde Pilotphase der Alkohol-Wegfahrsperren samt begleitender Mentoringgesprächen als freiwilliger Ersatz zum Führerscheinentzug. "In Österreich gibt es jährlich rund 3.000 Verletzte und mehr als 20 Tote bei Alkoholunfällen. Das müssen wir ändern. Unser Ziel ist klar: Kein einziger Verkehrstoter mehr auf unseren Straßen. Mit den Alkolocks verhindern wir, dass sich betrunkene Autofahrer wieder alkoholisiert hinters Steuer setzen. So machen wir unsere Straßen sicherer. Ich freue mich, hier mit dem Samariterbund Österreich einen verlässlichen Partner gefunden zu haben", sagt Verkehrsminister Jörg Leichtfried.

Für TeilnehmerInnen ist der Einbau des Alkolock-Geräts in ihr Auto frühestens nach der Hälfte der Führerscheinentzugsdauer und mindestens zwei Monaten möglich. In ihr Auto wird dann eine Sperre eingebaut, die den Motor erst dann starten lässt, wenn eine Atemprobe abgegeben wurde und diese weniger als 0,1 Promille Alkohol aufweist. Alle Kosten werden durch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst getragen. Ein Alkolock kostet rund 1.500 Euro, der Einbau des Geräts 300 Euro. Alternativ können die Lenkerinnen und Lenker das Gerät für 7 Euro pro Tag beim Samariterbund mieten. Dieser koordiniert das gesamte Projekt: Er verwaltet die Geräte, führt die Mentoringgespräche durch, übernimmt die Information der TeilnehmerInnen und erfasst sämtliche Daten.

"Es freut uns, dass wir zur Sicherheit auf Österreichs Straßen etwas beitragen können. Mit diesem Projekt werden neue Wege gegangen. Oberstes Ziel ist, die Zahl der verletzten und getöteten Menschen im Straßenverkehr zu verringern", erklärt Prokurist Wolfgang Dihanits vom Samariterbund Österreich.

Jedes Jahr wird in Österreich etwa 26.000 Menschen der Führerschein wegen Alkohol am Steuer abgenommen. Rund 7.000 setzen sich ohne Führerschein wieder hinters Steuer, 4.000 davon auch betrunken. Laut einer Studie der EU-Kommission ist die Wirkung des alternativen Bewährungsmodells mit Wegfahrsperren deutlich höher als der Führerscheinentzug. Die Rate von Alko-Schwarzfahrten und Wiederholungsdelikten ist um 75 Prozent niedriger. Das Ministerium rechnet mit einem jährlichen Bedarf von 1.700 Alkolocks.