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Martina Vitek-Neumayer

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Kürzung bei Zivildienst: Völlig falsche Maßnahme

Der Samariterbund kritisiert Innenministerium: Längere Wartezeiten und Reduzierung der Leistungen sind die Folge


Zivildienstleistende sind für viele NGOs eine wichtige Stütze. „Spätestens seit der Volksbefragung und den vorhergehenden Diskussionen rund um diese Thematik ist bekannt, wie wichtig die Leistungen der jungen Männer für Organisationen sind. Es kann nicht sein, dass das Innenministerium kurzfristig die Zuweisungen kürzt. Die Vorgehensweise ist inakzeptabel“, erklärt Reinhard Hundsmüller, Bundesgeschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs. Im Rettungs- und Krankentransporten ist in den vergangenen Jahren die finanzielle Deckung immer stärker zurückgegangen. „Es ist undenkbar, dass die Blaulichtorganisationen Ausfälle im Zivildienst aus eigenen Mitteln ersetzen können“, hält Hundsmüller fest. Der Samariterbund ist in Österreich der zweitgrößte Träger des Zivildienstes und daher massiv von der Kürzung betroffen. „Sollte es wirklich zu dieser Maßnahme kommen, so wird es zu längeren Wartezeiten für die PatientInnen kommen. Mit den derzeit zur Verfügung gestellten Mitteln von Gemeinden und Ländern können wir das nicht kompensieren."

Aber auch im Sozialbereich werden die Anforderungen an die NGOs immer größer, viele Leistungen können nur dank dem Einsatz der Zivildienstleistenden erbracht werden, zudem finanziert der Samariterbund schon vieles aus Spendengeldern. Sollte also in diesem Bereich der Einsatz von Zivildienstleistenden gekürzt werden und es keine weiteren Budgetmittel geben, ist auch hier mit Einbußen zu rechnen. "A la longue können wir nicht alles aus Spendengeldern gegenfinanzieren. Die öffentliche Hand wälzt ihre gesetzlich verankerten Verpflichtungen auf Hilfsorganisationen ab. Abschließend meint Hundsmüller: „Ich sehe nicht ein, dass all jene Hilfsorganisationen, die solidarisch helfen, das Leid der Flüchtlinge zu lindern, dafür bestraft werden."