Inhalt
Kontakt

Martina Vitek-Neumayer

Hollergasse 2-6
1150 Wien
Tel: +43 (0)1 89 145-227 Mobil: +43 (0)664 358 23 86 martina.vitek@samariterbund.net
Nachricht senden

Vielen Dank für Ihre Nachricht!
Wir werden uns in Kürze bei Ihnen melden.
Neue Nachricht verfassen »
< vorheriger Artikel

Samariterbund: Rettungsgasse hilft, Leben zu retten

Der Nutzen der Rettungsgasse ist gegeben: Die Zahl der getöteten VerkehrsteilnehmerInnen sinkt, Einsatzfahrzeuge können ohne Zeitverzögerung zufahren.


"Ein wesentliches Argument für die Rettungsgasse ist eine verzögerungsfreie Zufahrtszeit der Einsatzfahrzeuge. Das erhöht die Überlebenschancen für Unfallopfer wesentlich", sagt Reinhard Hundsmüller, Bundesgeschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs. Tatsächlich ist die Zahl der getöteten VerkehrsteilnehmerInnen auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen laut dem heute veröffentlichten Bericht des Rechnungshofes innerhalb der letzten zehn Jahre von 141 im Jahr 2003 auf 37 im Jahr 2013 gesunken. Reinhard Hundsmüller weiter: "Eine funktionierende Rettungsgasse bedeutet nicht nur, dass wir unseren Patienten schneller helfen können, sondern auch, dass unsere Einsatzfahrer dabei sicherer unterwegs sind. Wir befinden uns insgesamt auf einem guten Weg. Leider erleben wir tagtäglich, dass rücksichtslose Fahrzeuglenker unsere Rettungswagen behindern - nicht nur in der Rettungsgasse. Ich appelliere daher einmal mehr an alle Verkehrsteilnehmer, den Einsatzfahrzeugen Platz zu machen."

Der österreichische Verkehrssicherheitsfonds hat das Funktionieren der Rettungsgasse evaluiert: Im Rahmen von Beobachtungen, die zusätzlich zu Befragungen und ExpertInnen-Interviews durchgeführt wurden, füllten die Rettungsorganisationen Samariterbund und Rotes Kreuz Erhebungsprotokolle aus: In 62% der Fälle wurde das Funktionieren der Rettungsgasse mit "sehr gut" oder "gut" eingestuft. Bei einem Großteil der rückgemeldeten Einsatzfahrten (81%) wurde die Rettungsgasse von den VerkehrsteilnehmerInnen an der richtigen Stelle auf der Fahrbahn gebildet. In der Praxis hängt das Funktionieren der Rettungsgasse durch die befragten örtlichen Einsatzkräfte sehr stark von den Gegebenheiten im jeweiligen Einsatzgebiet ab. Bei Straßen mit schmalem Pannenstreifen wird die überwiegend viel breitere Rettungsgasse als sehr positiv wahrgenommen. Auch größere Einsatzfahrzeuge können sicher und ohne Zeitverzögerung zufahren.