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Karola Binder

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Staatliches Krisen- und Katastrophenschutzmanagement (SKKM)

Die diesjährige Jahrestagung des Koordinationsausschusses fand am 18. und 19. Oktober in Hall in Tirol statt. Auf dem Programm standen unter anderem Themen wie aktuelle Aktivitäten in der EU, Finanzierungsinstrumente für den Katastrophenschutz, Präsentation möglicher EU – Einsatzmodule, BOS Austria, Europameisterschaft 2008 in Österreich, Berichte aus den SKKM –Fachgruppen (hier sei erwähnt, dass der ASBÖ Mitarbeiter in die Fachgruppe Ausbildung entsendet hat) sowie Berichte der Geschäftsstellen (BM.I), der Länder und der Einsatzorganisationen. Bundesrettungskommandant Wolfgang Zimmermann und Josef H. Riener haben den Arbeiter Samariter Bund Österreichs vertreten und berichtet.


Aufgabe des SKKM ist es, im Falle länger dauernder und komplexer Krisen- und Katastrophensituationen die rasche Koordination der Bundesbehörden untereinander sowie die Koordination und Zusammenarbeit mit den Ländern sicher zu stellen. Das SKKM ist also eine Österreichische Plattform für internationale humanitäre und Katastrophenhilfe“. In diesem Koordinationsausschuss sind alle Bundesministerien und Bundesländer, Einsatzorganisationen (ÖBH, ÖBFV, ÖRK Bergrettung und ASBÖ) und Medien vertreten; ihm obliegt bei großräumigen Gefährdungslagen die Koordination und Abstimmung der auf Bundes- und Landesebene erforderlichen Maßnahmen. Der Ausschuss wird nicht nur im Anlassfall, sondern vor allem auch in der Grundsatzplanung koordinierend tätig. Für die Grundsatzplanungen wurden in Abstimmung mit den Bundesländern acht Fachgruppen, z.B. für rechtliche, technische und operationelle Belange eingesetzt.

 

Im Anlassfall dient die Bundeswarnzentrale, die seit Jänner 2006 organisatorischer Bestandteil des neu geschaffenen Einsatz- und Krisenkoordinationscenters (EKC) ist, als operationelles Koordinations- und Informationsinstrument. Sie ist die einheitliche Ansprechstelle für die Bundesländer, die Nachbarstaaten, die Europäische Union und alle internationalen Organisationen.

 

Große Katastrophenereignisse im In- und Ausland, haben mehrfach gezeigt, dass bei Großereignissen eine Gesamtkoordination über die Verwaltungs- und Zuständigkeitsgrenzen der lokalen und regionalen Gebietskörperschaften hinweg erforderlich ist. Bereits im Jahr 1986 wurde deshalb durch die Bundesregierung ein Staatliches Krisenmanagement beim Bundeskanzleramt eingerichtet. Seit Mai 2003 obliegt die Koordination des Staatlichen Krisen- und Katastrophenschutzmanagements ebenso wie die internationale Katastrophenhilfe dem Bundesministerium für Inneres. Mit Ministerratsbeschluss vom 20.1.2004 wurde das „Staatlichen Krisen- und Katastrophenschutzmanagement (SKKM)“ neu organisiert. Die wichtigste Neuerung bildet dabei die Zusammenführung der bis dahin in verschiedenen Ressorts angesiedelten Koordinationsgremien in einem neuen Koordinationsausschuss unter dem Vorsitz des Generaldirektors für die öffentliche Sicherheit.