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Martina Vitek-Neumayer

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Sturz aus dem Fenster: Erstversorgung oft entscheidend

Das Nachrichtenportal ORF.at berichtete heute von einem tragischen Unfall in Graz: Ein 7-jähriges Mädchen stürzte aus einem Fenster im 4. Stock rund zwölf Meter in die Tiefe. Der Notarzt stellte zunächst nur oberflächliche Verletzungen fest. Erst im Landeskrankenhaus Graz wurde klar, dass das Mädchen lebensbedrohlich verletzt ist: Laut der Grazer Kinderchirurgie sind Wirbelsäule, Becken und Arme gebrochen, sie hat innere Blutungen und leidet unter einer Querschnittslähmung, die möglicherweise bleibend ist.


„Es ist eine ungeheure Herausforderung für einen Notarzt und das Rettungsteam bei einem derartigen Notfall, vor Ort innerhalb kürzester Zeit die Schwere einer Verletzung zu erkennen und angemessene Maßnahmen zu ergreifen, denn nicht immer sind die klinischen Zeichen sofort erkennbar“, erklärt Jürgen Grassl, Schulungsleiter des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs. Grassl koordiniert Weiterbildungen für Rettungsfachkräfte nach dem Standard des internationalen Verbandes „International Trauma Life Support (ITLS)“. In ITLS-Kursen werden Ärzte, Notärzte und Sanitäter zu Spezialisten für die Versorgung Schwerverletzter ausgebildet. Die Kurse gehören zur Standardausbildung für das Rettungspersonal des Samariterbundes.

 

„Eines der wichtigsten Konzepte von ITLS ist die ‚Goldene Stunde‘: Schwerverletzte haben die besten Überlebenschancen, wenn ihre Verletzungen innerhalb einer Stunde nach dem Unfall im Operationssaal definitiv versorgt werden. Das heißt allerdings auch, dass für den Rettungsdienst oft nur zehn Minuten für die Versorgung am Notfallort zur Verfügung stehen“, ergänzt Jürgen Grassl. Eine Untersuchung aus Deutschland hat aber ergeben, dass dort durchschnittlich 72 Minuten vom Eintreten des Notfalls bis zum Eintreffen in die Notaufnahme vergehen. Für Österreich liegen keine Vergleichswerte vor.

 

Schwere Verletzungen gehören zu den häufigsten Todesursachen im Alter zwischen fünf und 44 Jahren. Ziel des Samariterbundes ist es, durch ITLS-Kurse die Spezialausbildung in der Behandlung Traumatisierter zu forcieren und damit die Überlebenschancen schwer verletzter Menschen nachhaltig zu verbessern und Folgeschäden zu verhindern.

 

Details zum Kursangebot:

www.itls-austria.at

www.asboe-akademie.at

 

Rückfragehinweis:

Markus Widmer

Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs

Tel.: 01 89 145-309 oder 0664 844 60 19

E-Mail: markus.widmer@samariterbund.net