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Weltgesundheitstag: EnterTrain für Senioren als Zukunftsmodell

Samariterbund startet internationales Projekt für mehr Mobilität im Alter


Anlässlich des Weltgesundheitstages am 7. April stellt der Samariterbund ein neues Projekt vor, das mit Partnerorganisationen aus ganz Europa die Mobilität älterer Menschen fördern soll. Der Arbeitstitel "EnterTrain" ist Programm: Denn diese neue Spieleplattform verbindet Spaß und Training. Mithilfe der Plattform, die sich automatisch und kontinuierlich an die Vorlieben, Fertigkeiten und Mobilität der Benutzer anpasst, erfahren die Senioren spielerisch Erfolgserlebnisse und werden zu weiteren Übungen motiviert.

"Allein in Österreich wird im Jahr 2030 rund ein Viertel der Bevölkerung älter als 65 Jahre sein. Dabei wird die Mobilität der älteren Generation in Zukunft eine wichtige Rolle spielen, wenn wir nicht eine Gesellschaft wollen, die großteils auf Pflege angewiesen ist. Und Bewegung ist ein wesentlicher Faktor für mehr Wohlbefinden und Gesundheit", erklärt Franz Schnabl, Präsident des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs.  

Initiiert wurde das Projekt von der Firma CogVis im Rahmen des europäischen AAL ("Active and Assisted Living") Forschungsprogrammes, das intelligente Assistenz im Alltag fördert. Bei dem EnterTrain-Projekt handelt es sich um ein lernendes System, das die individuellen Spielgewohnheiten und die Beweglichkeit der Benutzer analysiert und dann entsprechend den Schwierigkeitsgrad der Spiele individuell abstimmt. Hauptbestandteil des EnterTrain-Systems ist ein 3D-Sensor mit spezieller Software. Dieser ermöglicht die Auswertung der Bewegungen der Person im Raum, sowie der Bewegungen der einzelnen Körperteile. Daraus ergibt sich ein Mobilitäts-Modell der jeweiligen Person, das als Grundlage für die kontinuierliche individuelle Anpassung der Plattform dient.  

"Mit diesem Projekt wird allen geholfen: Die Bedürfnisse der alternden Bevölkerung werden erfüllt, es macht Spaß, fördert die Selbstständigkeit und stärkt nicht zuletzt das Selbstvertrauen und die Gesundheit der Senioren. Davon profitiert letztlich auch unser Sozialsystem, da zukünftige Kosten der Sozialversicherungsträger gesenkt werden", so Schnabl.  

Das Projekt läuft von April 2016 bis März 2019. In einer ersten Phase werden mittels Fragebogen und Fokusgruppen die Bedürfnisse und Wünsche der älteren Generation eruiert und auch die Akzeptanz bzw. Gründe für eine Ablehnung einer solchen Spieleplattform analysiert. Anschließend wird das Modell in Feldtests auf Benutzerfreundlichkeit geprüft und in weiteren Phasen die Auswirkungen auf die Gesundheitsparameter und das allgemeine Wohlbefinden erforscht. Als erste und einzige Organisation, die mit dem Austria Gütezeichen im Bereich Hauskrankenpflege ausgezeichnet wurde, spielt der Samariterbund spielt bei diesem Projekt eine federführende Rolle und beteiligt sich sowohl bei den Befragungen als auch den Analysen der praktischen Erfahrungen.  

Die Projektpartner sind:     

  • CogVis Software und Consulting GmbH  
  • TU Wien, Computer Vision Lab
  • Universität Wien, Institut für Soziologie
  • SilverFit BV
  • Geriatrische Klinik St. Gallen
  • Blue Point
  • National Foundation of the Elderly  

Dem Samariterbund ist hohe Qualität in der Pflege ein wichtiges Anliegen. Der Samariterbund offeriert ein breites Pflege-Angebot vom mobilen Notruf über 24-Stunden-Betreuung bis hin zur Wohngemeinschaft für Senioren. Insgesamt bietet der Samariterbund mit insgesamt 25 Betreuungseinrichtungen ein breites Unterstützungsangebot in ganz Österreich.