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Zivildiener im Rettungsdienst müssen volltauglich sein

Hundsmüller: Es darf im Rettungsdienst zu keiner Leistungseinschränkung kommen


Der Samariterbund bedankt sich für die konstruktiven Gespräche, die heute im Rahmen des Zivildienst-Gipfels stattfanden, zu dem Zivildienstministerin Elisabeth Köstinger VertreterInnen anerkannter Zivildiensteinrichtungen eingeladen hatte.

Wie bereits in den Gesprächen thematisiert, betont der Samariterbund erneut die dramatische Entwicklung des Anstiegs der als untauglich eingestuften Stellungspflichtigen in Österreich, womit ein permanenter Rückgang bzw. Entfall von Zivildienstleistenden einhergehe.

In den Jahren Jahr 2018 und 2019 verzeichnete der Samariterbund österreichweit einen Ausfall von 473 Zivildienstleistenden. Das bedeutet eine jährliche Lücke von 16 Prozent.

Soweit Tauglichkeitskriterien für junge Männer beim Heer und im Zivildienst gesenkt werden, um Engpässe zu vermeiden, sind diese Zivildienstleistenden sicherlich in einigen wichtigen Bereichen einzusetzen, jedoch nicht im Rettungs- und Krankentransportdienst.

"Gerade bei der Tätigkeit im Rettungsdienst ist die gute physische und psychische Belastbarkeit der SanitäterInnen unabdinglich. Der Zivildienst im Rettungs- und Krankentransportdienst ist mit einem Anteil von rund 45 Prozent an Zivildienststellen die tragende Säule im österreichischen Gesundheits- und Rettungssystem. Die Ausbildung der Zivildiener zum Rettungssanitäter endet mit einer staatlichen Prüfung. An den Qualitätsstandards für den Rettungsdienst im Zivildienst darf nicht gerüttelt werden", mahnt Abg.z.NÖ Landtag (KO) und Samariterbund-Bundesgeschäftsführer Reinhard Hundsmüller.

"Wir fordern, dass volltaugliche Zivildienstleistende ausschließlich im Rettungsdienst eingesetzt werden", so Hundsmüller. Bund und Länder sind gefordert, eine entsprechende Grundlage zu schaffen. Als erste ergänzende Maßnahme fordert der Samariterbund die Wiedereinführung der freiwilligen Verlängerungsmöglichkeit des Zivildienstes um drei Monate, die 2010 von der Bundesregierung abgeschafft wurde.

Weiters betont Hundsmüller, dass ein ausschließliches Reagieren auf Symptome nichts ändern wird. "Österreich braucht ein starkes Maßnahmenpaket zur Förderung der Kinder- und Jugendgesundheit. Übergewicht, Sehschwächen, Erkrankungen des Bewegungsapparates und psychische Erkrankungen werden die nächsten Generationen gründlich belasten, wenn die Ursachen nicht sofort bekämpft werden", so Hundsmüller.