Inhalt
< vorheriger Artikel

Samariterbund sperrte falschen Notarzt nach zwei Wochen

Der Wiener Samariterbund ist Opfer eines Betrügers geworden. Der 38-jährige Deutsche, ein Schauspieler, hatte sich im Juli 2010 beim Samariterbund als Notarzt vorgestellt. Er legte eine offenbar gefälschte Approbationsurkunde aus Baden-Württemberg sowie eine Bestätigung eines Notarztkurses der Ärztekammer vor.


Nach einigen Diensten am Notarztwagen bemerkten beteiligte Notfallsanitäter die Zurückhaltung des vermeintlichen Notarztes. Diese informierten ihre Vorgesetzten, woraufhin der Betrüger mit sofortiger Wirkung für Einsätze gesperrt wurde. Der Samariterbund übermittelte daraufhin der Wiener Staatsanwaltschaft eine Sachverhaltsdarstellung.

 

Laut Staatsanwaltschaft befindet sich der Mann derzeit in Untersuchungshaft, gegen ihn wird wegen Verdachts auf schweren gewerbsmäßigen Betrug und Kurpfuscherei ermittelt. Ob Patienten zu Schaden gekommen sind, wird nun von der Staatsanwaltschaft geprüft.

 

„Wir sind darüber schockiert, dass dieser Mann Menschenleben gefährdet hat“, kommentiert Oliver Löhlein Landesgeschäftsführer des Wiener Samariterbundes diesen Betrug. „Wir haben intern die Konsequenzen gezogen und die Kontrolle der abgegebenen Unterlagen von Bewerbern zu einem mehrstufigen Prüfverfahren erweitert. Ich bin unseren Notfallsanitätern dankbar, dass sie die Fuhrparkverantwortlichen über ihre massiven Bedenken informiert haben“, schließt Oliver Löhlein.