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Sri-Lanka-Hilfsprojekt des ASB kurz vor Abschluss

Spenden sind die eine Seite der Hilfe bei Katastrophen - deren Verteilung die andere. Damit die Hilfe auch bei den Richtigen ankommt, ist gerade bei Katastropheneinsätzen im Ausland Wissen über die kulturellen Hintergründe und Eigenheiten einer Gesellschaft sowie die Betreuung der Projekte vor Ort besonders wichtig.Hilfe zur Selbsthilfe - nach diesem Motto hilft der Samariterbund Österreichs den Tsunami-Opfern vom 26. Dezember 2004 mit einem Wiederaufbauprojekt, das nun kurz vor dem Abschluss steht: Insgesamt wurden in rund 20 Orten im Südwesten Sri Lankas 320 zerstörte Häuser für Familien neu gebaut und 40 renoviert. Von 10. bis 17. Jänner war mit dem Kirchbichler Notfallsanitäter Martin Pienz wieder ein Tiroler beim Hilfseinsatz dabei.Martin Pienz (rechts) beim Hilfseinsatz in Sri Lanka


Hilfseinsatz im zerstörten Paradies: ASB-Housing-Projekt in Sri Lanka

Der Samariterbund Österreichs engagierte sich nach der Tsunami-Katastrophe im Südwesten Sri Lankas. Martin Pienz war von 10. bis 17. Jänner in der Provinz Galle unterwegs, um den Baufortschritt der Häuser zu kontrollieren, Landvermessungen durchzuführen und soziologische Daten für die Projektdokumentation zu erheben. Bei der Abwicklung des Wiederaufbauprogramms wird in Zusammenarbeit mit Behörden und örtlichen Ansprechpartnern streng darauf geachtet, dass auch wirklich Betroffene die Hilfe erhalten. Dass das keinesfalls selbstverständlich ist, erfuhr Martin Pienz auch bei seinem nun zweiten, wahrscheinlich letzten Hilfseinsatz auf der Insel. Die Übergabe des Gesamtprojektes ist für Ende Februar 2006 geplant. Die Topcity Kufstein zählte übrigens auch zu den großzügigen Spendern für das Projekt: 2005 wurde aus dem Erlös der Kufsteiner Vorsilvester-Party das Geld für die Errichtung von fünf Häusern zur Verfügung gestellt.

Seit über einem Jahr läuft das Wiederaufbauprojekt des Samariterbund Österreich. Martin Pienz und Thomas Wenk (Foto unten rechts) absolvierten unter der Leitung von Josef Riener den gerade beendeten Hilfseinsatz. Mit Rat und Tat standen dem Team Pipi und Sunil zur Seite - hier rechts im Bild mit Martin Pienz. Das Leben normalisiert sich. Von der Hilfe aus dem Ausland profitiert auch dieses Krankenhaus für 50.000 Personen in Hikkaduwa, das nicht direkt von der Flutwelle betroffen war (rechtes Bild): Die Samariter brachten auf ihrer Mission dringend benötigte Medikamente mit.

In den Dörfern entlang der Küstenregion in Südwest-Sri-Lanka errichtete der Samariterbund Österreichs 320 Häuser, 40 wurden renoviert.

Paradiesischer Strand...

Die bunten Fischerboote sind wieder da. Gerade bei den Booten zeigt sich, dass manche Spenden zwar gut gemeint, aber wenig nutzbringend waren: Der Einsatz von gespendeten Booten scheitert oft daran, dass sich die armen Fischerfamilien die Motoren nicht leisten können.