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Die Straße ist (k)eine Männerwelt

Eigentlich hatte Anna ihr Leben voll im Griff. Sie mochte ihren Job im Einzelhandel, hatte eine kleine gemütliche Wohnung und einen engen Freundeskreis. Dann lernte die 39-jährige einen Mann kennen, verliebte sich und zog zu ihm. Zu Beginn war die Beziehung harmonisch und sie merkte nicht, dass er sie nach und nach von ihrem Freundeskreis abschirmte. Er wollte ihr Leben bestimmen, war eifersüchtig und drohte ihr. Und dann wurde er gewalttätig. Irgendwann hielt sie es nicht mehr aus und kam zu uns ins Chancenhaus. Schicksale und Geschichten wie diese, erleben wir viele in unseren Einrichtungen der Samariterbund Wohnungslosenhilfe. 

Bitte hilf uns dabei, obdach- und wohnungslose Frauen zu unterstützen. Vielen Dank!

Am 25.11. war der Start von „16 Tagen gegen Gewalt“ und der „Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen“. Dieses Jahr wurden bereits 30 Frauen in Österreich Opfer eines Femizids. In Österreich hat jede fünfte Frau seit ihrem 15.Lebensjahr bereits physische und/oder sexuelle Gewalt erfahren, jede dritte hat sexuelle Belästigung erlebt. In unseren Häusern der Wohnungslosenhilfe haben fast alle Frauen Gewalterfahrungen.

Ob Flucht vor Gewalt, Scheidung, Krankheit oder finanzielle Probleme nach Jobverlust: Es gibt viele Gründe, warum Frauen ihr Dach über dem Kopf verlieren. Und die Betroffenen werden immer mehr. Mittlerweile sind rund 30 % der obdachlosen Menschen in Wien weiblich. Im besten Fall sind sie in einer der Wohnungsloseneinrichtungen der Stadt untergekommen. Viele jedoch leben auf der Straße – in ständiger Angst vor Übergriffen. Und das sind nur die Schicksale, von denen wir wissen. Viele Frauen flüchten sich in die sogenannte „versteckte Wohnungslosigkeit“ und sind für die Statistik nicht greifbar. Sie verharren in toxischen Zweckbeziehungen, nehmen Erniedrigungen und (sexuelle) Gewalt in Kauf, nur um einen Schlafplatz zu haben. Dieses Phänomen beobachten wir in der Samariterbund Wohnungslosenhilfe schon seit vielen Jahrzehnten und auch unsere Expertinnen bestätigen: „Wohnungs- und Obdachlosigkeit von Frauen verläuft oft unbemerkt. Umso wichtiger ist es, dass man darüber spricht!“ 

Wir haben mit betroffenen Frauen und mit ihren Betreuerinnen in unseren Wohnungsloseneinrichtungen gesprochen. Wir haben viele persönliche Geschichten gehört. Über die Gründe, warum Frauen auf der Straße landen und vor allem auch, wo sie Hilfe bekommen und welche frauenspezifischen Angebote es beim Samariterbund Wien gibt. Wer bei uns untergekommen ist, wem wir schon helfen konnten, wo es unbedingt noch Hilfe braucht? Die Antwort lautet: überall. Denn Frauen in Obdach- und Wohnungslosigkeit dürfen nicht mehr länger überhört und übersehen werden – damit sie die Unterstützung bekommen, die sie in ihrer schwierigen Situation benötigen.

Geben wir Frauen einen sicheren Ort und eine Perspektive. Helfen wir gemeinsam!


Der Frauennotruf der Stadt Wien ist übrigens unter + 43 1 71 71 9 rund um die Uhr erreichbar und bietet unter [email protected] auch E-Mail Beratung an.

Unsere Sozialberaterin Eni steht zudem direkt in unseren Sozialmärkten zur Verfügung. Hier bekommen die Frauen Informationen und wir vermitteln auch an andere Beratungsstellen und Institutionen weiter.  Alle Informationen zu den Standorten und Uhrzeiten gibt es auch hier. 


Hilfe hat viele Gesichter - Porträts von Frauen, die Frauen helfen


„In der Wohnungslosenhilfe kommen alle Probleme zusammen.“

Gertrud ist seit 2013 die Leiterin des Internetcafés ZwischenSchritt für obdach- und wohnungslose Menschen. Dort hat sie viele Geschichten und Schicksale miterlebt. „Die meisten haben mal ein „ganz normales“ Leben geführt, bis sie dann etwas komplett aus der Bahn geworfen hat. Da kann alles plötzlich sehr schnell gehen und du stehst auf der Straße." 

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„Die wenigsten, die zu uns kommen, hatten einen leichten Start.“

Sabrina ist Soziologin und seit 2019 Wohnbetreuerin im Haus Max Winter. Gemeinsam mit einer Sozialarbeiterin ist sie auch Frauenbeauftragte. „Toxische Beziehungen, psychische und physische Gewalt haben fast alle unserer Bewohner*innen erlebt. In ihrer Kindheit oder in späteren Beziehungen. So was prägt. Viele von ihnen verlassen einen gewalttätigen Partner und landen gleich beim nächsten.“ 

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„Am meisten berührt mich die Solidarität zwischen den Frauen“

Das betont Alex immer wieder im Gespräch mit uns. Seit 2019 arbeitet die Sozialarbeiterin im Haus Sama und beschäftigt sich schon lange mit dem Thema weibliche Wohnungslosigkeit. „Dieser Zusammenhalt geht mir auch nach vielen Jahren in der Wohnungslosenhilfe immer noch sehr nahe. Ich finde es so toll, dass die Frauen in ihren schwierigen Situationen einander so eine große Stütze sind.“

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„Die Angst der Frauen, auf der Straße zu stehen, ist groß.“

Silvia ist Wohnbetreuerin in unserem Haus R3. Viele der Bewohnerinnen haben einen langen Weg aus Wohnungslosigkeit, Gewalt, Drogen und Prostitution hinter sich, bevor sie ins R3 kommen. „Es ist eine Endstation im positiven Sinn. Über ihre Gewalterfahrungen reden sie nicht gerne und wenn, wird das Thema oft verharmlost. Es braucht viel Einfühlungsvermögen, um das verlorene Vertrauen wiederzugeben."

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„Die meisten sind einfach dankbar, jemanden zu haben, der zuhört."

Eni ist seit Sommer 2021 Sozialberaterin in unseren Sozialmärkten. „Es gibt immer wieder Frauen, die mich vor Ort direkt ansprechen. Sie sind meist zurückhaltend, schüchtern und sprechen sehr leise. Sie erzählen mir, dass sie Probleme haben und gerne reden möchten. Und trotzdem melden sie sich dann nicht mehr. Zu groß ist ihre Angst und ihre Scham."

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Bitte hilf uns dabei, obdach- und wohnungslose Frauen zu unterstützen. Vielen Dank!

Unser Spendenkonto:

Arbeiter-Samariter-Bund Wien WSD
AT43 2011 1890 8900 2400
Kennwort: Frauen in Obdachlosigkeit


Obdachlosigkeit hat viele Gesichter - Wir geben Frauen eine Stimme


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Unterstützung hat viele Gesichter


„Es ist für mich einfach absolut erschreckend, dass gegen Frauen so viel Gewalt ausgeübt wird.“

„Gewalt ist nie eine Lösung“, steht für Reinhard Nowak fest. „Wir befinden uns aktuell in einer wirklich schwierigen Zeit. Das geht uns allen so und es ist nicht immer einfach, mit seinem Frust und seinen Aggressionen umzugehen. Aber ich muss hier schon ganz klar sagen: Liebe Männer, geht boxen, macht sonst einen Sport, überlegt euch, wie ihr damit umgehen könnt. Aber lasst eure Frauen in Ruhe!“

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„Es ist wichtig, dass sich mehr Menschen, darüber bewusstwerden und nicht wegschauen.“

„Als ich von der Kampagne gehört habe, war für mich sofort klar, dass ich hier helfen möchte”, meint Angelika Niedetzky und erzählt uns auch, warum sie unsere Kampagne „Die Straße ist (k)eine Männerwelt“ unterstützt. „In einem der reichsten Länder der Welt, sollte es keine Tausenden Menschen geben, die kein Dach über dem Kopf haben. Wir, die die Möglichkeit haben, müssen hier zusammen helfen.“

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„Es gibt noch zu viele Frauen in unserer Gesellschaft, die unterdrückt und benachteiligt werden.“

Warum Fadi Merza unsere Kampagne „Die Straße ist (k)eine Männerwelt“ unterstützt? „Als ich davon gehört habe, war für mich sofort klar: Bei einer so wichtigen Initiative möchte ich unbedingt meinen Teil dazu beitragen. Nein eigentlich muss. Die steigende Gewalt gegenüber Frauen muss einfach aufhören“, so der Ex-Thaiboxer und mehrfacher Weltmeister weiter. 

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