"Hinter jeder Statistik steckt eine reale Person und eine kraftvolle Geschichte", sagt Clemens von Heimendahl, Regionaldirektor des ASB im Kaukasus.
Natalia ist eine dieser Frauen. Die binnenvertriebene Mutter von drei Kindern aus Abchasien (selbsternannte Republik; völkerrechtlich zu Georgien gehörend) lebte viele Jahre in einer Ehe, die von psychischem Druck und körperlicher Gewalt geprägt war. Der Wendepunkt kam, als ihre Tochter eine Gewalttat beobachtete und die Polizei rief. Natalia traf daraufhin die mutige Entscheidung, das missbräuchliche Umfeld zu verlassen.
Heute lebt sie mit ihren Kindern und ihrem Enkelkind zusammen. Auch ihre älteste Tochter, selbst Überlebende häuslicher Gewalt, lebt mit ihrem Kind bei ihr. Gemeinsam bauen sie ihr Leben Schritt für Schritt wieder auf.
Im Rahmen des Projekts „RISE Georgia – Ungleichheit verringern durch die Stärkung der Rolle von Frauen in Krisen“, gefördert vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, erhielten die beiden Frauen psychologische Beratung, rechtliche Unterstützung und Schulungen zur Kompetenzstärkung.
Einen Tag vor dem Internationalen Frauentag erinnert Natalias Geschichte daran: Hinter jeder Zahl steht eine Frau mit Mut, Widerstandskraft und dem Willen, ihre Familie zu schützen.