Pflege & Betreuung

Einander helfen ist menschlich. Hilfe annehmen auch. Der Samariterbund bietet ein bedürfnisorientiertes und umfangreiches Pflegeangebot. Samaritergepflegt leben bedeutet, sicher und gut aufgehoben zu sein. Das Angebot des Samariterbundes umfasst Pflegekompetenzzentren, betreubare Wohnangebote wie Senioren-WGs und externe Leistungen wie Notrufgeräte (Heimnotruf), Essen auf Rädern, Hauskrankenpflege, Heimhilfe, Besuchsdienst bis hin zur 24-Stunden-Betreuung.

 

Ich bin #samaritergepflegt

Selbstbestimmt bis ins hohe Alter

Samaritergepflegt zu leben heißt: selbstbestimmt zu sein. Selbstbestimmung ist eines der menschlichen Grundbedürfnisse und entscheidend für das Wohlbefinden. Umso wichtiger ist es im Falle einer Pflege-Bedürftigkeit, diese nicht zu verlieren. Nur so gelingt es, sich im Alter die Lust am Leben zu erhalten. Daher haben wir diesen Aspekt für die österreichweite Pflege-Kampagne gewählt.

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Im Pflegekompetenzzentrum: Älteres Ehepaar lacht sich fröhlich an
Friederike M., Bewohnerin im Pflegekompetenzzentrum

Ich bin zufrieden. Das Leben hat es mit mir gut gemeint. Naja, leicht habe ich es nicht immer gehabt. Aber wer hat das schon. Jetzt im Alter genieße ich mein Leben. Und eines ist mir bis heute wichtig: Bewegung. Mit meiner kleinen Hilfe, dem Rollator, dreh’ ich meine Runden.

- Friederike M., Bewohnerin im Pflegekompetenzzentrum

Elfriede, Bewohnerin im Pflegekompetenzzentrum

Im Garten bin ich ganz in meinem Element. Das war schon immer so. Im Ort hatte ich den schönsten Gemüsegarten. Umso schöner ist es, dass ich auch hier mein kleines Paradies habe. Die Paradeiser hege und pflege ich. Und heuer sind sie ganz besonders schön geworden.

- Elfriede, Bewohnerin im Pflegekompetenzzentrum

Karoline R., Kundin Notrufgeräte

„Wenn ich einmal hinfalle, hört mich keiner. Es ist besser, wenn man vorsorgt, denn ein Sturz kann rasch passieren. Ohne meine Notrufuhr gehe ich nicht mehr vor die Tür.“

- Karoline R., Kundin Notrufgeräte

Die wichtigsten Fragen rund um das Thema Pflege

Oft ist der erste Impuls von Angehörigen, die Pflege von Angehörigen selbst übernehmen zu wollen. In der Praxis zeigt sich, dass das oft gar nicht möglich ist; die Bedürfnisse der zu Pflegenden werden nicht erkannt bzw. falsch eingeschätzt. Auch die eigenen zeitlichen Ressourcen werden oft falsch eingeschätzt.

Welche Herausforderungen ein Pflegefall mit sich bringt, ist für Laien oft nicht zu erkennen. Daher sollte unbedingt ein Beratungsgespräch mit einer Pflegefachkraft gesucht werden. Die erste Beratungsstunde wird von den Ländern bezahlt.

Danach kann der pflegende Angehörige entscheiden, ob er das noch selbst schafft oder zusätzliche Unterstützung benötigt. Weitere Fragen, die im Vorfeld abgeklärt werden müssen: Was bedeutet es für das eigene Berufsleben? Wo lebt die zu pflegende Person? Kann sie bei mir leben? Schaffe ich im Alltag die Wegdistanzen, wenn die zu pflegende Person in ihrer Wohnung bleibt? Was bedeutete es für mein Umfeld? Habe ich die fachlichen Kompetenzen?

Oft wird der Pflegeantrag zu spät gestellt – der Antrag gilt erst ab dem nächsten Monatsersten. Ein Beispiel: Wenn am 5. April der Antrag gestellt wird, erhält man ab 1. Mai das Pflegegeld.

Generell gilt: Sprechen sie unbedingt mit einer Pflegefachkraft – jedes Bundesland bietet entsprechende Stellen an. Dort beraten ausgebildete Case-und Caremanager:innen.

Oft wird nicht bedacht, was es für das eigene Berufsleben bedeutet, wenn man zusätzlich Betreuungs- und Pflegearbeit übernimmt. Die Belastung auf das eigene Familienleben wird auch unterschätzt. Vielfach ist auch die fachliche Kompetenz nicht gegeben.

Am besten wäre es hier, mit Psychologen dieses Thema aufarbeiten. Bei anderen einschneidenden Ereignissen zieht man ja auch Profis zu Rate. Haben Sie auch hier keine Scheu!

Man sollte sich im zudem Klaren sein, dass es vor allem wichtig ist, die Zeit mit Angehörigen gut zu verbringen. Das heißt, die Pflege wird von Fachkräften geleistet, Angehörige verbringen gemeinsame Zeit mit der zu pflegenden Person. Alles ein bisschen zu machen bringt nichts. Etwaige Schuldgefühle müssen aufgearbeitet werden, das tut allen Beteiligten gut.

  • Mobile Pflege daheim (Hauskrankenpflege)
  • In den Tageszentrum werden die zu pflegende Personen tagsüber dort betreut, in der Nacht sind sie zu Hause.
  • Betreubare Wohnungen
  • Betreute Wohnungen
  • 24 Stunden Betreuung
  • Langzeitpflege in einer Einrichtung
  • Kurzzeitpflege – im Akutfall

Für Pflegebedürftige, die zunächst noch keine Pflegeeinstufung haben, gilt: Hier sind die Kosten selbst zu tragen, daher sollte rasch ein Antrag auf Pflegegeld gestellt werden.

Bei Rekonvaleszenz ist dringend anzuraten, Beratung einzuholen, denn dann sind die Kosten bald ersichtlich. Es gilt zu klären, welches Ausmaß in der Pflege notwendig ist und was es kostet. Die Kosten sind von Bundesland zu Bundesland verschieden.

Grundsätzlich gilt: Wenn man als Angehöriger merkt, dass Pflege bei Angehörigen notwendig wird, dann sollte man rasch Beratung einholen!

Wenn man wirklich Pflege benötigt, wehrt man sich nicht lange. Angehörigen ist anzuraten, psychologische Unterstützung einzuholen. Auch hier beraten Pflegekräfte, sie sind für solche Fälle geschult.

Die Bezirksbehörden sind Anlaufstellen, die Kontaktdaten sind auf der Website zu finden. In Wien ist es beispielsweise der Fonds Soziales Wien (FSW). Sprechen Sie mit den Case-Caremanager:innen von mobilen Einrichtungen, bei Langzeiteinrichtungen lassen Sie sich vor Ort beraten.

Beim Thema Hauskrankenpflege wenden Sie sich an die zuständige regionale Stelle, die Anbieter sind in der jeweiligen Region bekannt. Kontaktieren Sie diese, hier wird Ihnen weitergeholfen.

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