Tiefe Temperaturen stellen für obdach- und wohnungslose Menschen ein enormes Risiko dar. Bereits wenige Stunden ungeschützt in der Kälte können zu schweren Unterkühlungen oder Erfrierungen führen. Der Samariterbund betreibt Notschlafstellen, die insbesondere bei Kälteeinbrüchen dringend benötigt werden. Diese Einrichtungen bieten Schutz, Wärme, Verpflegung und medizinische Erstversorgung.
Gerade in den Wintermonaten bittet der Samariterbund um Unterstützung, um zusätzliche Schlafplätze, warme Mahlzeiten, Decken und Betreuung anbieten zu können. Jede Hilfe trägt dazu bei, Menschen sicher durch die kalte Jahreszeit zu bringen.
Hinsehen statt wegsehen: Hilfe holen bei akuter Kältegefährdung
Zivilcourage ist im Winter besonders wichtig. Wer Personen bemerkt, die sich bei eisigen Temperaturen schutzlos im Freien aufhalten, sollte nicht zögern, Hilfe zu organisieren.
In Niederösterreich betreibt der Samariterbund das Kältetelefon Traiskirchen. Es dient als zentrale Anlaufstelle, um Hinweise auf akut kältegefährdete Menschen rasch weiterzugeben. So kann schnell und koordiniert Hilfe durch zuständige Einsatz- und Sozialdienste organisiert werden. Der Samariterbund betont: Ein Anruf kann Leben retten.
Das Kältetelefon Traiskirchen ist unter folgender Nummer erreichbar: +43 664 / 780 66 270
Winterliche Risiken betreffen uns alle
Doch nicht nur obdachlose Menschen sind im Winter besonderen Gefahren ausgesetzt. Auch Freizeitaktivitäten in der kalten Jahreszeit bergen Risiken – vor allem dort, wo Kälte, Wasser und Eis zusammentreffen. Zugefrorene Seen, Teiche und langsam fließende Gewässer wirken oft harmlos und einladend, können jedoch innerhalb von Sekunden zur lebensbedrohlichen Falle werden.
Sicher auf dem Eis – Vorsicht statt Risiko
Die Tragfähigkeit von Eis ist für Laien kaum einschätzbar. Sie hängt von vielen Faktoren ab, darunter Temperaturverlauf, Strömungen, Schneeauflage, Unterwasserpflanzen oder warmes Grundwasser. Besonders gefährlich sind Uferbereiche, Zu- und Abflüsse, Brücken und schneebedeckte Eisstellen.
Der Samariterbund und seine Wasserrettungsorganisationen raten daher dringend:
Eisflächen nur bei behördlicher Freigabe betreten
Sich nicht darauf verlassen, dass andere Personen bereits auf dem Eis sind
Kinder über die Gefahren aufklären und nicht unbeaufsichtigt in Gewässernähe spielen lassen
Hunde an der Leine führen – sie laufen oft aufs Eis, Menschen folgen instinktiv
Im Notfall richtig handeln
Bricht eine Person ins Eis ein, besteht akute Lebensgefahr. Beobachtende sollen sofort den Notruf 122 (Feuerwehr) wählen, da diese für die Wasserrettung zuständig ist. Eigene Rettungsversuche dürfen nur aus sicherer Entfernung und mit Hilfsmitteln erfolgen – niemals ungesichert das Eis betreten.
Nach einer Rettung ist besondere Vorsicht geboten: Unterkühlung kann zeitverzögert auftreten und muss immer medizinisch abgeklärt werden.
Alle Tipps zum richtigen Verhalten auf Eis
Gemeinsam Verantwortung übernehmen
Ob durch Aufmerksamkeit gegenüber gefährdeten Menschen, einen Anruf beim Kältetelefon, Unterstützung der Notschlafstellen oder durch umsichtiges Verhalten bei winterlichen Freizeitaktivitäten – jede einzelne Handlung kann dazu beitragen, Leben zu schützen. Der Samariterbund ruft dazu auf, gerade im Winter besonders achtsam zu sein und füreinander Verantwortung zu übernehmen.
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Samariterbund
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