Auf dem Weg zur Arbeit entdeckte eine Mitarbeiterin des Pflegekompetenzzentrums Draßburg einen verletzten Babyigel am Straßenrand. Das hilflose Tier wurde sofort erstversorgt. Bis zu seiner Aufnahme in einer Wildtierstation musste der kleine Igel jedoch intensiv betreut und alle drei Stunden gefüttert werden. „Da ich Vollzeit arbeite, hätte ich den Kleinen nicht alleine zuhause lassen können“, erzählte Fachsozialbetreuerin Sonja Mazdra. So nahm sie den kleinen Gast mit in das Pflegeheim.
Eine besondere Herausforderung: So kleine Igelbabys können ihren Wärmehaushalt noch nicht selbst regulieren. Um die lebenswichtige Wärme aufrechtzuerhalten, braucht es Wärmekissen oder/und Körperwärme. So durfte das kleine Igelbaby auch bei der Dienstübergabe und bei Zimmerbesuchen mit dabei sein. Die Bewohnerinnen und Bewohner unterstützten bei dieser intensiven Rund-um-die-Uhr-Versorgung. Einige von ihnen brachte zudem wertvolle Erfahrungen aus der Vergangenheit ein, da sie früher selbst schon Igel aufgepäppelt hatten. Inzwischen wurde das Tier an eine Wildtierstation übergeben. Für die Seniorinnen und Senioren, war die gemeinsam Rettungsaktion eine erlebnisreiche und sinnstiftende Aufgabe.