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Samariterbund-Landesübung 2011

Für die Landesübung des Wiener Samariterbundes am 14. Oktober 2011 ging man von mehreren Großschadensereignissen aus. Es kam, so die Annahme, im Seniorenwohnhaus Schlosspark Fortuna im 12. Bezirk zum Austritt von Chlorgas.

Feuerwehr, Polizei und Samariterbund wurde für den Großeinsatz alarmiert. In der Folge raste ein Kleinbus ungebremst in ein Menge von besorgten Angehörigen, die sich bei der Feuerwehrzufahrt versammelt hatte. Während der Erstversorgung der Verletzten ging ein weiterer Notruf in der Leitstelle des Wiener Samariterbundes ein: Mehrere Arbeiter hatten sich im Sozial betreuten Wohnhaus des Samariterbundes in der Riedelgasse verletzt.

 

Die große Herausforderung für den Hauptinspektionsoffizier (HIO) des Wiener Samariterbundes Manfred Führer war es, einen solchen Massenanfall von Verletzten an verschiedenen Orten zu koordinieren. Zudem mussten Menschen evakuiert und gesucht werden - wofür die Rettungshundestaffenl des Samariterbundes gerufen werden mussten.

 

"Die Wiener Landesübung wurde im Rahmen einer Projektarbeit genau vorbereitet. Es ging darum, die Alarmierung und die Anforderung von Personal und Material dem Landeseinsatzplan entsprechend zu üben und die Einsatzbereitschaft der seit dem Jahr 2010 definierten Module zu überprüfen", sagt Oliver Löhlein, Landesgeschäftsführer des Samariterbundes Wien.

 

Der Landesverband Wien und seine Gruppen haben den Katastrophenhilfsdienst in Form von Modulen aufgebaut, die flexibel und kurzfristig Soforthilfe leisten können. "Fundiertes Fachwissen, umfangreiche Erfahrung im Rettungsdienst und Teamfähigkeit sind die Grundvoraussetzungen für unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter im Katastrophenhilfsdienst", sagt Peter Erdle, Katastrophenhilfebeauftrager des Samariterbundes des Landesverbandes Wien.

 

"Bisher sind die Module des Samariterbundes nur einzeln zum Einsatz gekommen, jetzt sollten möglichste viele Module und Bezirksgruppen im Zusammenspiel bei einem Großschadensereignis zum Einsatz kommen. Jeder Übende sollte die Aufgaben der Module in Echtzeit kennenlernen", erklärt Thomas Kiesling, Projektleiter und Bereichsleiter Einsatz im Samariterbund-Landesrettungskommando Wien

 

"Ziel war es, die Mitarbeiter an Situationen heranzuführen, die dem Ernstfall entsprechen. Wir wollten bewusst keine Schauübung, die bis ins Detail durchgeplant ist , sondern die Übenden unvorbereitet in verschiedene Szenarien senden und deren Reaktion und Arbeitsweise beobachten, bewerten und daraus lernen. Dazu gab es ein 10-köpfiges Team an Beobachtern, die die durchgeführten Maßnahmen überprüften und bewerteten. Auch wurden eigens zwei Sicherheitsoffiziere abgestellt, die auf die persönliche Schutzausrüstung zu achten hatten“, erklärt Alexander Prischl, Landesrettungskommandant des Samariterbundes in Wien.

 

“Im Sinne einer Qualitätssicherung ist das Ziel der Übung, das hohe Niveau der Einsatzvorbereitungs- und Einsatzführungsstruktur zu erhalten. Die Vernetzung des Landesverband Wien mit seinen Hilfseinheiten, den Samariterbund-Gruppen, anderen Einsatzorganisationen und Behörden im sollte auf diese Weise nachhaltig verbessert werden. Die im Einsatz gewonnen Erfahrungen garantieren die hohe Kompetenz unserer Mitarbeiter", erklärt Übungsleiter Wolfgang Zimmermann, Bundesrettungskommandant des ASBÖ.

 

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