Inhalt
< vorheriger Artikel

Jahresbericht 2012 Rettungshundestaffel Kärnten


Liebe Freunde und Gönner der Samariterbund Rettungshundestaffel Kärnten!

Alle Jahre wieder kommt nicht nur die Weihnachtszeit, Silvester und das Neue Jahr. Es kommt auch der Rückblick auf das vergangene Jahr. Welcher Zeitpunkt wäre wohl besser als die letzten Tage des Jahres um einen Blick zurück zu machen und die eingetretenen Ereignisse mit etwas Abstand zu betrachten.

Für uns war das Jahr 2012 ein sehr arbeitsreiches Jahr:
Das ganze Jahr über wurde sehr hart Tag und Nacht trainiert. Die Belohnung dafür kam im Oktober bei den Einsatzüberprüfungen durch die Abteilung Einsatz der Bundesleitung.
Vier geprüfte und einsatzfähige Flächensuchhunde.
Drei geprüfte und einsatzfähige Mantrailhunde. Zwei davon auch geprüfte Flächensuchhunde.
Wir haben damit österreichweit das beste Überprüfungsergebnis erzielt.

Zu den Trainingseinheiten sind dann noch viele Einsatzübungen, Öffentlichkeitsarbeiten und Einsätze gekommen:
Wir waren insgesamt bei 35 (!) Öffentlichkeitsarbeiten (Sokibe Klagenfurt, Kindersicherheitsolympiaden, Sicherheitstage, Besuch von Kindergärten, Schulen und auch Seniorenheime), im gesamten Bundesland Kärnten, dabei.
Wir sind bei diesen Öffentlichkeitsarbeiten, bis auf wenige Ausnahmen, immer vollzählig aufgetreten und unsere Vorführungen haben bei allen, wie aus vielen Rückmeldungen ersichtlich war, immer einen großen Eindruck hinterlassen.

Übungen:
Wir waren auch heuer wieder bei vielen Einsatzübungen dabei und die Arbeit unserer HundeführerInnen mit ihren Hunden konnte sich dabei sehen lassen. So konnten unsere HundeführerInnen mit ihren Hunden, bei einer Einsatzübung der Feuerwehr Viktring, Annahme war ein Flugzeugabsturz im Raum Keutschach, in kürzester Zeit 10 vermisste Personen auffinden.

Einsätze:
Eine große Steigerung war bei den Einsätzen zu verzeichnen. Waren es im Vorjahr noch 17 Einsätze, so wurden wir in diesem Jahr von der LandesAlarmWarnZentrale (LAWZ) und von den Polizeibehörden zu 36 Sucheinsätzen angefordert.
Viele der gesuchten und vermissten Personen konnten, in kameradschaftlicher Zusammenarbeit mit anderen Einsatzorganisationen wie der Polizei, den Feuerwehren, der Wasserrettung und der Bergrettung, wohlbehalten aufgefunden werden.
In einigen Fällen konnten die vermissten Personen leider nur mehr tot aufgefunden werden.

Für unsere Staffel besonders erwähnenswerte Einsätze waren am:
24.01.
    in Lind ob Velden, Gde Velden am Wörthersee - eine vermisste Frau konnte von unserer Mantrailhündin „Bella“ innerhalb kürzester Zeit aufgefunden werden.
14.06.
    in der Landeshauptstadt Klagenfurt – unsere Mantrailhunde „Benji“ und „Mia“ verfolgten die Spur einer aus dem Klinikum Klagenfurt vermissten Frau vom Klinikum bis zum Busbahnhof am Heiligen-Geist-Platz. Dort war die Spur zu Ende. Die Frau konnte von der Polizei in einem anderen Stadtteil, wohin sie mit einem Bus gefahren war, aufgegriffen werden.
01.07.
    am Stausee in der Gde Völkermarkt – die Mantrailer „Bella“ und „Mia“ verfolgten die Spur eines vermissten Mannes bis zum Ufer vom Stausee Völkermarkt. Der Mann konnte am nächsten Tag in diesem Bereich leider nur mehr tot geborgen werden.
04.09.
    in St.Stefan im Lavanttal – Suche nach einer vermissten Frau. Die Frau konnte im Zuge der Suche vom Mantrailer „Benji“ in einem Maisacker, bereits bewusstlos,  aufgefunden, von der Feuerwehr geborgen und von der Rettung ins Krankenhaus Wolfsberg eingeliefert werden.
11.09.
    in Nötsch im Gailtal – eine der größten Sucheinsätze. Die Suche nach der fünfjährigen vermissten Franca. Unsere Rettungshundestaffel Kärnten mit dem Samariterbund Rettungsdienst, unsere angeforderten Rettungshundestaffeln aus der Steiermark und Tirol, der Bergwacht Tirol und Südtirol, waren bei dieser Suche mit dabei. Das Mädchen konnte von zwei Radfahrern unverletzt aufgefunden werden.
25.10.
    in Reifnitz – Suche nach einer vermissten Frau. Unsere  Mantrailer „Bella“ und „Mia“ konnten die Spur der Frau vom Wohnhaus bis zum Ufer vom Wörthersee verfolgen.
Am Ufer zeigten beide Hunde ein deutliches Anzeigeverhalten ins Wasser. Die Frau konnte an dieser Stelle von Einsatztauchern der Feuerwehr und Wasserrettung leider nur mehr tot aus dem See geborgen werden.
19. – 22.12
. wurde im Raum Völkermarkt vier Tage lang intensiv nach den vermissten 21-jährigen Christoph Staubmann gesucht. Leider ohne Erfolg.

Arbeitsstunden und Kilometer:
Im vergangenen Jahre  haben wir mit den eigenen Fahrzeugen an die 98447 km zurück gelegt und es wurden an die 9117 ehrenamtliche Stunden für Übungen, Öffentlichkeitsarbeiten, Einsätze und Trainingseinheiten aufgewendet.

Franz Blatnik,
Staffelkommandant der Rettungshundestaffel Kärnten